Neue Funktionen

Bessere Ladegeschwindigkeiten in der grafischen Benutzeroberfläche

Die Ladegeschwindigkeit der grafischen Benutzeroberfläche von DATRON next wurde mit dem Release 2.6 verbessert. Wenn Sie beispielsweise vom Homescreen aus in die Programm- oder Werkzeugverwaltung springen, wird der Bildschirminhalt deutlich schneller aufgebaut und die Bedienung geht flotter von der Hand. Die Verbesserung ist insbesondere bei der DATRON neo zu spüren.

  • Hinweis: Beachten Sie, dass der Effekt erst ab dem zweiten Aufruf des jeweiligen Untermenüs eintritt. Erst dann werden die Daten aus einem Zwischenspeicher geladen, der beim ersten Aufruf generiert wird.

Aufruf von Unterprogrammen aus einem Hauptprogramm

Nachfolgend, zum besseren Verständnis dieser Funktion, der Auszug aus der SimPL Befehlsreferenz (7.3.5 Aufruf der main-Methode eines anderen SimPL Moduls als Unterprogramm):

usermodule name = „location“

name muss ein gültiger und eindeutiger SimPL Bezeichner sein, das heißt: In dem Modul darf es kein Programm, keine globale Variable und keine Sequenz mit dem gleichen Namen geben. Location legt fest, wo das andere Modul gesucht wird, und hat die allgemeine Form „Ort:Pfad“. Die Interpretation des Pfades ist abhängig von dem Wert, der für Ort angegeben wird:

OrtPfad
machine Pfad identifiziert ein Modul, welches im internen Programmspeicher der Maschine liegt (In der Porgrammverwaltung unterhalb des Wurzelordners ‚Machine‘)
device Pfad identifiziert ein Modul, welches auf einem per USB verbundenen externen Programmspeicher liegt (jedes USB-Gerät wird In der Programmverwaltung durch einen eigenen Wurzelordner repräsentiert)
network Pfad identifiziert ein Modul, welches unterhalb einem über die Benutzereinstellungen eingebundenen externen Netzwerkordner liegt (jeder Netzwerkordner wird In der Programmverwaltung durch einen eigenen Wurzelordner repräsentiert)
relative Der Pfad identifiziert ein Modul, welches am gleichen Speicherort wie das aufrufende Modul liegt. Der Wert ‚relative‘ ist der Defaultwert, das heißt : Wenn kein Ort angegeben wird, ist implizit ‚relative‘ wirksam.

Für Pfad sind relative Pfade anzugeben, deren Bestandteile durch Trenner (/ oder \) voneinander getrennt werden müssen. Wenn ein absoluter Pfad angegeben wird – d.h. der Pfad beginnt mit einem Trenner, wird dieser ignoriert. Innerhalb von Pfaden wird Groß-Kleinschreibung ignoriert. Leerzeichen innerhalb von Pfad werden NICHT ignoriert – es werden also auch Ordner oder Dateinamen unterstützt, die Leerzeichen enthalten. Der letzte Bestandteil eine Pfades ist immer der Name der Programmdatei, z.B. Unterprogramm_1.simpl. Wenn der Ort device oder network ist, muss der erste Bestandteil eines Pfades immer der Name des Gerätes oder des Netzwerkordners sein, (so wie er in der Programmverwaltung angezeigt wird). Wenn ein externes Gerät keinen Namen hat, muss der erste Bestandteil des Pfades ein einzelnes ? sein.

Beispiele für gültige usermodule Deklarationen:

usermodule UP_1 = „machine:\unterprogramme\bohren\lochkreis.simpl“

Das Unterprogramm mit den Namen lochkreis.simpl liegt unterhalb des internen Ordners Machine/unterprogramme/bohren.

usermodule UP_2=“device:PROGRAMME\test.simpl“

Das Unterprogramm mit den Namen test.simpl liegt auf dem externen USB Gerät mit dem Namen PROGRAMME direkt im Wurzelordner.

usermodule UP_3 = „device:?/zum testen/test.simpl“

Das Unterprogramm mit den Namen test.simpl liegt auf einem externen USB Gerät ohne Namen im Ordner ‚zum testen‘.

usermodule UP_4 = „network:Aufträge\2018\CAM_FUSION\Auftrag 42.simpl“

Das Unterprogramm mit den Namen ‚Auftrag 42.simpl‘ liegt auf einem externen Netzwerkordner mit dem Namen Aufträge im Unterordner 2018/CAM_FUSION

usermodule UP_5 = „relative:teil_1.simpl“

Das Unterprogramm mit den Namen teil_1.simpl liegt im gleichen Ordner wie das aufrufende Programm

usermodule UP_6 = „Unterprogramme/teil_1.simpl“

Das Unterprogramm mit den Namen teil_1.simpl liegt am gleichen ‚Ort‘ wie das aufrufende Programm, in einem Unterordner namens Unterprogramme.

 

Wenn ein externes Modul durch eine usermodule Deklaration referenziert wird, kann der Bezeichner aus dieser Deklaration innerhalb des gesamten Moduls (beliebig oft) als Anweisung benutzt werden. Es wird dann bei der Verarbeitung dieser Anweisung das main Programm des externen Moduls als Unterprogramm ausgeführt, inklusive aller von ihm aufgerufenen Unterprogramme und eingebetteten Sequenzen.

Dieser Mechanismus kann auch ‚verschachtelt‘ benutzt werden, das heißt. Wenn ein externes Modul, dessen main Methode per ‚usermodule‘ Deklaration gerufen wird, seinerseits andere Module per usermodule referenziert, werden diese aufgerufe. Dabei ist zu beachten, dass relative Pfade in usermodule Deklarationen immer relativ zum Ort des direkten Aufrufers sind.

Aktuell gibt es folgende Einschränkungen für Aufrufe per usermodule:

  • Ein per usermodule deklarierter name kann NICHT aus eingebetteten oder externen Sequenzen aufgerufen werden (Fehlermeldung : Ungültige Anweisung)
  • Ein main Programm, welches externe Sequenzen aufruft, kann nicht über usermodule eingebunden werden (Fehlermeldung: Sequenzdataei nicht gefunden)

Bessere Bedienbarkeit bei der Arbeit mit kundenspezifischer G-Code-Wrapper-Datei

In DATRON next sind G-Code-Befehle nach ISO-Norm bereits standardmäßig implementiert.

Für den Fall, dass Sie G-Code-Befehle außerhalb der ISO-Norm oder eigene G-Code-Befehle verwenden möchten, steht Ihnen eine so genannte G-Code-Wrapper-Datei zur Verfügung. Darin können Sie selbst G-Code-Befehlen bestimmte SimPL-Befehle zuweisen. Mit der Version 2.6 sind kleinere Verbesserungen in der Bedienung vorgenommen worden. Im Ordner Samples in der Programmverwaltung finden Sie die mitgelieferte G-Code-Wrapper-Datei. Um diese an Ihre Bedürfnisse anzupassen, gehen Sie wie folgt vor:

 

  1. Fertigen Sie eine Kopie der G-Code-Wrapper-Datei an und legen Sie diese in einem anderen Ordner ab, z.B. im Ordner Machine.
  2. Modifizieren Sie den Dateiinhalt nach Ihren Wünschen.
  3. Speichern Sie die Datei.
  4. Verknüpfen Sie die Datei um sie verwenden zu können. Dazu stehen Ihnen folgende Funktionen zur Verfügung:
  • Verknüpfen: Die modifizierte G-Code-Wrapper-Datei wird zur Ausführung aller SimPL-Programme benutzt.
  • Verknüpfung aufheben: Die modifizierte G-Code-Wrapper-Datei wird nicht benutzt.
  • Verknüpfung zeigen: Der aktuell verknüpfte G-Code-Wrapper wird angezeigt.
  • Achtung: Falls der G-Code-Wrapper im Ordner Samples verändert wurde, kann ein neuer G-Code-Wrapper mit Werkseinstellungen erzeugt werden. Betätigen Sie dazu den Button Zurücksetzen (siehe Grafik oben). Der komplette Ordner Samples wird auf Werkseinstellung zurückgesetzt. Dabei werden ihre erstellten und modifizierten Dateien im Ordner Samples gelöscht! Erstellen Sie also vorher Sicherungskopien ihrer Dateien. Erstellen Sie auf jeden Fall eine Kopie Ihrer modifizierten G-Code-Wrapper-Datei in einem anderen Ordner (z.B. Machine).

Neue Oberflächensprache Estnisch

Mit der Version 2.6 steht der Benutzeroberfläche von DATRON next auch in Estnisch zur Verfügung.

Werkzeugdaten in Englisch verfügbar

Im Werkzeugkatalog der DATRON next werden die Daten Titel und Beschreibung ab sofort auch in englischer Sprache dargestellt. Bisher standen diese nur in Deutsch zur Verfügung. Englisch ist nun auch die Standard-Sprache – stellt man die Oberflächensprache beispielsweise auf Spanisch, werden die Werkzeugdaten in Englisch angezeigt.

Datums-Picker beim Erstellen einer Diagnosedatei

In der Zusammenabeit mit dem DATRON Servie kann es erforderlich sein eine Diagnose-Datei zu erstellen. Zur einfacheren Einschränkung des Zeitraumes über den die Datei erstellt werden soll, kann ein komfortabler Datums- Picker verwendet werden.

Neues Zubehör

neo-Drehachse auch auf M8Cube, MLCube und M10Pro

Ab der Version 2.6 der DATRON next ist es möglich, die neo-Drehachse auch auf Maschinen M8Cube, MLCube und M10Pro zu verwenden. Die Achse wird unabhängig von der Orientierung auf dem Tisch immer als A-Achse angezeigt.

  • Hinweis: Bitte beachten Sie, dass zur Nachrüstung auf Ihrer Maschine ein Service-Einsatz erforderlich ist.