Neue Funktionen

Erweiterungen des Z-Messfeld

  • Bei der Einrichtung eines Z-Messfelds im Kamerabild, können einzelne Messpunkte durch Antippen deaktiviert werden. Dies ermöglicht zum Beispiel einzelne Messungen an Löchern im Bauteil nicht durchzuführen. Bisher konnten keine Messpunkte deaktiviert werden, die auf dem Rand des Messrechtecks lagen. Ab Version 2.14 können nun alle Messpunkte, also auch die Randpunkte, deaktiviert werden. Damit ist auch das Messen nicht-rechteckiger Bauteile, wie zum Beispiel U- oder L-förmigen Bauteile, möglich.
  • Der SimpL-Befehl „SurfaceCompensationZGridMeasure“ gibt nun die Messpunkte als einfache Liste von Positionen zurück. Jede Position in dieser Liste entspricht der Position eines angetasteten Punkts auf der Oberfläche des Werkstücks im Werkstückkoordinatensystem.

DATRON Live - Remote Link App

Mit der DATRON Live Remote Link App können Simpl-Programme über DATRON Live ausgeführt werden. Bei den Programmen handelt es sich um gewöhnliche Simpl-Makros, die bspw. dazu genutzt werden können, das Vakuum auszuschalten oder die Maschine herunterzufahren.

Voraussetzung

NEXT 2.14 oder höher.
Um die DATRON Live Remote Link App zu benutzen, muss der Artikel 0A01389D über einen Lizenzschlüssel aktiviert werden. Weitere Lizenzen, insbesondere Live Dashboard, sind nicht notwendig.

Bedienung

  • Lizenzschlüssel aktivieren
  • Einem Live-Benutzer die Berechtigung geben, die Live Remote Link App nutzen zu dürfen.

Dazu navigiert man in Einstellungen -> Benutzereinstellungen -> DATRON Live. Hier wie gewohnt einen Nutzer anlegen und die Berechtigung erteilen.

  • Programme in die Remote Link App hinzufügen.

Um ein Programm in die Remote Link App hinzuzufügen, muss man die Programmverwaltung öffnen. Wähle das Programm aus und füge es über die Aktions-Buttons am unteren Bildschirmrand hinzu.

  • Alle hinzugefügten Programme finden sich im Spezial-Ordner „Remote link“ unter „Machine“.
  • In DATRON Live einloggen und über die App-Übersicht die Remote Link App auswählen
  • Ein Programm ausführen

Tippe auf das auszuführende Programm oder wische nach links. Erst dann wird der Ausführbutton sichtbar. Betätige den Button und bestätige den aufkommenden Dialog: Die mehrfachen Schikanen dienen der Sicherheit der Maschine, damit kein Programm unbeabsichtigt ausgeführt wird.

Die DATRON Live Apps sind optional erhältlich und können jederzeit nachträglich per Lizenzkey aktiviert werden.

Mehr Informationen finden sie auf: http://www.datron-live.de

Editor 2.0

Die nachfolgende Abbildung zeigt, an welchen Stellen sich der Editor im Vergleich zum Vorgänger verändert hat. Die größten Änderungen sind:

  • Entwickler*innen müssen darauf achten, dass die Punkte „Ausführen“ und „Debuggen“ nun getrennt in der Aktionsleiste aufgeführt werden
  • Variablen werden beim Debuggen in einer Liste angezeigt
  • Die Suche wurde um Suchen/Ersetzen Funktionen ausgebaut
  • Die Code-Vervollständigung erscheint automatisch und hat intelligentere Vorschläge
  • Gehe-Zu Zeilennummer wurde verbessert
  • SimPL-Code und Sequenzen werden nicht mehr in unterschiedlichen Fenstern angezeigt
  • Die Direkthilfe wurde ausgebaut, sodass sie noch nahtloser mit der Bibliothek interagiert und Vervollständigungen besser einbaut
  • Der Prozess „Ab Cursor ausführen“ ist logischer aufgebaut
  • Die Zeilennummernleiste ist logischer aufgebaut und per Touch besser bedienbar
  • Die Hilfsbibliothek hat ein besser aufgeteiltes Layout
  • Debugging funktioniert Dateiübergreifend und bietet mehr Navigationsmöglichkeit
  • Der Debugger merkt sich beim Neustart der Maschine die zuletzt geöffneten Dateien
  • Ein effizienteres Ressourcenmanagement ermöglicht das Bearbeiten noch größerer Dateien
  • Das Starten von Programmen geht noch schneller
  • Undo/Redo verbessert mit längerer Historie
  • Programmierfehler (Syntax) werden sofort unmittelbar beim Tippen überprüft und nicht nur beim Speichern
  • Kopieren von Text über das Sichtfeld hinaus für große Textpassagen

Unterstützung bei der Eingabe

  • Sprung in die Toolbox beim Setzen des Cursors
    Beim Tippen wird ein Tooltip über dem Cursor angezeigt, mit dem man direkt in die Toolbox springen und die Parameter so prozesssicher editieren kann. Der gesamte Befehl, wird blau unterstrichen, damit man in Ausdrücken den Kontext sofort erfasst.
  • Syntax Prüfung während der Eingabe
    Der Fehlerindikator neben dem Hilfe-Button aktualisiert seinen Zustand unmittelbar nach einer Änderung. So erkennt man direkt ohne Speichern zu müssen, ob ein Programmierfehler vorliegt (Rot für „Fehler“, Grün für „In Ordnung“).
  • Automatische Code Vervollständigung durch Vorschläge
    Mit Strg + Leezeichen öffnet man ein Popup, das intelligente Vorschläge zum Kontext des Cursors liefert. Im obigen Beispiel werden die Variablen X, Y vorgeschlagen und zusätzlich noch weitere Programme, die nützlich sein könnten.
  • Befehl Erkennung
    Tippt man z.B. das Kürzel „Li“ ein, wird an oberster Stelle der häufig verwendete Line-Befehl vorgeschlagen. Aber auch alle anderen Befehle, die „Li“ beinhalten. Erinnert man sich nur an Bruchstücke des Befehls, wird dieser trotzdem vorgeschlagen!
  • Parameter
    Beim Programmieren von Parametern werden nur noch nicht gesetzte Parameter vorgeschlagen, sodass man diese schnell auswählen kann.
  • Module
    Module werden über die intelligente Vervollständigung auch vorgeschlagen.

Ausführen

Optionen im Ausführen-Modus sind das herkömmliche Ausführen und das Simulieren.

  • „Ab Cursor starten“ ist nun über einen Switch aktivierbar und nicht mehr über die separate Zeilennummernspalte.
  • Der Ausführen-Modus hält nicht bei Brechpunkten an und garantiert höchste Performance.

„Ab Cursor starten“ ist ein intuitiv begleiteter Prozess
Aktiviert man „Ab Cursor starten“ im Ausführen-Modus, so fräst die Maschine erst ab der Stelle, an der der Cursor platziert ist. Dies wird klar über eine grüne Markierung hervorgehoben.
Startet man das Programm mit „Ab Cursor starten“, erscheint automatisch ein Dialog, um genau angeben zu können, beim wievielten Durchgang am Cursor die Maschine zu fräsen anfangen soll.
Das ist eine Änderung im Workflow zu dem vorherigen Editor, in dem man sich selbst vorab um die korrekte Einstellung kümmern musste.
Es werden nur die Parameter zum Ausfüllen vorgeschlagen, die notwendig sind.

Debuggen

Debugging ist ein mächtiges Werkzeug, um Fehler im SimPL-Programm zu finden oder das Programm zu optimieren.
Im Debuggen-Modus kann man das Debugging starten. Während des Debuggings kann „Pausieren“ gedrückt werden. Dann stoppt das Programm an der Stelle, an der das Programm aktuell arbeitet.

  • Haltepunkte setzen über Cursor
    Über den gut zugänglichen Knopf „Haltepunkt“ kann man einen Haltepunkt in der Zeile des Cursors platzieren.
  • Haltepunkte setzen über Touch
    Brechpunkte können zusätzlich zum Knopf im Debugging-Menü über die Seitenleiste platziert werden. Der Bereich, an dem dafür geklickt werden kann, skaliert mit der Schriftgröße mit, sodass man diesen leichter treffen kann.
  • Navigieren bei Haltepunkten
    • Kommt das Programm beim Debugging an einem Haltepunkt vorbei, wird die Zeile gelb hervorgehoben und die Navigationsknöpfe sind aktiviert.
    • „Ausführung fortsetzen“ führt das Programm weiter aus, bis ein Haltepunkt getroffen oder das Programm beendet wird.
    • „Prozedurschritt“ springt über ein Programm hinweg.
    • „Einzelschritt“ springt in ein Programm hinein. Rücksprung springt von einem Programm in das Aufruferprogramm zurück.
  • Variablenwerte ohne Hover anzeigen
    Durch das Setzen der Cursorposition wird der Variablenwert angezeigt. Früher war dies nur mit Maus/Tastatur und Hovern möglich. Nun ist es auch mit Touch erreichbar.
  • Variablenwerte werden in einer Liste angezeigt
    Alle Variablen und ihre Werte werden in einer Liste gegliedert angezeigt.
    Außerdem kann man Variablen bequem kopieren, indem man in die Wert-Zelle klickt. Das ist praktisch, wenn man bspw. Messergebnisse kopieren und speichern möchte.
  • Sprung in Unterdateien

Es ist nun möglich, im Debug-Modus über F11 oder den Knopf „Einzelschritt“ in ein externes Unterprogramm zu springen. Dies ist auch für das Modul „Base“ der Fall.

Management von zuletzt geöffneten Programmen

Der Editor merkt sich automatisch die zuletzt geöffneten Dateien über einen Maschinenneustart hinweg. Es entfällt das Suchen der Programme in der Programmbibliothek nach einem Maschinenneustart.

Verbesserte Direkthilfe

Mit der Direkthilfe kann man nun Hilfe zu komplexen Datentypen erhalten. Der Button „Hilfe zu <Datentyp>“ öffnet die Hilfe und navigiert automatisch zum richtigen Datentyp ohne manuelle Suche.
Möchte man einen Parameter setzen, kann man diesen mit dem (+) Buttons automatisch im Quelltext einfügen. Die Parameter werden dabei treffender in den Quelltext eingefügt.

Hilfe wurde verbessert

Nach wie vor springt man mittels des Hilfe-Knopfes in die Hilfsbibliothek. Die Proportionen im Layout wurden verbessert und es stehen mehr Programme in der Hilfe zur Verfügung.

Funktionsreichere Suche

Die Suche ist um weitere nützliche Funktionen gewachsen. Beispielsweise kann man „Ersetzen“ bzw. „Alle ersetzen“. So ist es möglich, Variablen mit wenigen Klicks im gesamten Programm umzubenennen.

Modaler Fitting Simpl-Befehl

Fitting in Simpl

Um Fitting in Simpl zu benutzen gibt es das Fitting Modul, welches mit „using“ oder „import“ eingebunden wird.

  1. Fitting
    Mit diesem Befehl wird das Fitting-Verhalten innerhalb eines Simpl Programms gesteuert.
    Der Befehl hat ausschließlich optionale Parameter bis auf die Aktivierung/Deaktivierung.
    Mit dem Toleranzfeld Parameter wird entweder eine Toleranzklasse nach DIN angegeben oder ein konkretes Toleranzfeld mit minimaler und maximaler Toleranz.
    Mit dem Parameter Korrekturmessung wird das Intervall der Korrekturmessung gesteuert. Bei Angabe von Intervall wird der zusätzliche Parameter benötigt, mit dem man ein individuelles Intervall angibt.
    Mit dem Parameter Kontrollmessung wird das Intervall der Kontrollmessung gesteuert. Bei Angabe von Intervall wird der zusätzliche Parameter benötigt, mit dem man ein individuelles Intervall angibt.
    Der Parameter Aufmaß gibt an, um wie viel kleiner die Referenzgeometrie gefräst werden soll.
    Der Parameter Messtiefe gibt an wie tief in den Geometrien während des Fitting Zyklus‘ gemessen werden soll.
  2. GetCurrentFittingCorrection
    Gibt den aktuell gesetzten Korrekturwert zurück. Der Befehl hat keine Parameter.
  3. GetIsoDrillTolerance
    Gibt die minimale und maximale Toleranz einer Toleranzklasse aus der DIN ISO 286-1 und 286-2 zurück.
    Der Paramerter Toleranzklasse gibt die Klasse an. Z.b. „H7“ oder „h7“
    Der Parameter Durchmesser gibt das Nennmaß der gewünschten Passung an.
  4. SaveCurrentFittingCorrection
    Speichert den aktuellen Korrekturwert als Werkzeugradius. Der Korrekturwert wird auf den Fräser Radius abgezogen.

User Document Viewer

  • PDF Reader
    Es wird ein Reader benötigt, der Dokumente des PDF-Formats öffnen und anzeigen kann.
  • Speicherort
    Dokumente sollen von verschiedenen Speicherorten aufrufbar sein (USB, Festplatte, usw.)
  • Ressourcenschonend
    Das Öffnen und Anzeigen von PDF Dokumenten kann sehr Ressourcenlastig sein. Es muss darauf geachtet werden, dass die Kapazitäten nicht gesprengt werden.

PDF Reader

Als PDF Reader wird die bereits existierende Datron UserControl „Document Viewer“ verwendet. Dieser bietet alle benötigten Features.

Oberfläche

Für das Feature wird ein neuer Menüpunkt im Ausklappmenü neben dem MCB erstellt.
Ein Klick auf den Menüpunkt öffnet einen Dialog „UserDocumentDialog“. Dieser Dialog besteht aus einem Button und dem DocumentViewer. Der DocumentViewer zeigt das geöffnete Dokument an. Der Button öffnet ein Dialog mit der Programmverwaltung, wo dann ein PDF Dokument geöffnet werden kann.
Dazu muss die Programmverwaltung so angepasst werden, dass Dateien mit dem PDF-Format einen zusätzlichen Button zum Öffnen des Dokuments bekommen. Dieser Button öffnet dann zum UserDocumentDialog und öffnet das Dokument.
Dokumente können auch ohne den Umweg auf dem UserDocumentDialog geöffnet werden, indem die Programmverwaltung direkt geöffnet wird.

Ressourcenverbrauch

Wenn der Dialog geschlossen wird, soll der DocumentViewer das aktuell geladene Dokument entladen, um Speicher freizugeben. Dennoch soll der Viewer dasselbe Dokument an derselben Stelle öffnen, wenn die UserDocumentView wieder geöffnet wird.

Tabs

Ähnlich wie beim Editor, sollte es möglich sein, mehrere Dokumente gleichzeitig zu öffnen und diese mit Tabs zu unterscheiden. Da der Ressourcenverbrauch, wie in erwähnt, zu beachten ist, kann man nicht einfach mehrere DocumentViewer platzieren und laden. Stattdessen kann man „Pseudo-Tabs“ verwenden. Ein Druck auf einen Tab würde nicht einen weiteren DocumentViewer zeigen, sondern stattdessen das Dokument im aktuellen DocumentViewer ändern. Dadurch bleibt der RAM-Verbrauch konstant, aber die Ladezeiten wären beim Wechsel länger.

Command Clipboard

Messfelder können mit der Kamera definiert und dann in einem SimPL Programm verwendet werden. So kann man das Vermessen einfach definieren, ohne sich mit Mathematik und Dimensionen rumärgern zu müssen.
SimPL Messbefehl wird in einer Art Zwischenspeicher (Liste) gespeichert & kann jederzeit abgerufen und eingesetzt werden.
Mit allen Nullpunkt-Messzyklen und ZMessfeld Kameramessen funktioniert:

  • Mit der Kamera wird ein Messfeld definiert, Löcher angegeben usw…
  • Das Messfeld wird ausgeführt
  • Beim Ausführen werden die Parameter der Messung verwendet, um einen SimPL Messbefehl zu erzeugen der diese Messung ausführen kann
  • Dieser Messbefehl wird nun gespeichert in einer Liste ausgeführter Befehle (push)
  • Im Editor gibt es einen Button in der Toolbox mit dem sich ein Dialog mit den zuletzt ausgeführten Befehlen öffnen lässt
  • Nun kann der Bediener einen Befehl wählen und an der Cursorposition einfügen

Nutzen Erweiterung

Spindel wird bei Nutzen Ausführung zwischen den Teilen ausgeschaltet /eingeschaltet